Krebs und Hypnose

Dokumentation einer Krebsbehandlung
 
 

3. Sitzung

Dauer ca. 75 Minuten

 

Vor der Behandlung

Neben dem bekannten Begleiter wohnte diesmal die 2. Tochter der Sitzung bei. Zunächst folgte dem Smalltalk die ausführliche Analyse der aktuellen Befindlichkeit.

Die Patientin berichtete, dass Ihre Tumormarker um 50% gefallen sind, Ergebnisse von CT und MRT werden in  Kürze erwartet. Die Selbsthypnose funktioniert täglich sehr gut, solange die Todesangst nicht überwältigend stark auftritt. Ist diese zu mächtig, ist deren Reduzierung unter Selbsthypnose nicht befriedigend.

 

Einleitung der Hypnose

Die Patientin leitete die Hypnose mit dem gesetzten Selbsthypnosetrigger selber ein. Binnen 2 Sekunden war sie in Hypnose. Die Trance habe ich sodann weiter vertieft. Auf Wunsch der Anwesenden ließ ich erneut einen Hypnosebeweis einfließen. Zunächst suggerierte ich der Patientin, dass ich einige gasbefüllte Luftballons an ihr Handgelenk binde, die den Arm leichter und leichter werden lassen. Langsam löste sich der Arm von der Lehne und stieg auf. Den in der Luft schwebenden Arm habe ich sodann in der Position verankert und unbeweglich gemacht. Es folgte das „Wecken“ der Patientin mit der Aufforderung den Arm bitte abzulegen. Die Anstrengung war der Patientin anzusehen aber der Arm blieb in der Luft und federte sogar leicht zurück. Ein Ablegen gelang erst, nachdem ich den Arm „freigegeben“ habe.

Behandlung

Die Patientin wurde wieder auf eine Reise in ihren eigenen Körper geschickt. Sie traf den freundlichen, dicken Vorarbeiter der Markierungstruppe. Er führte sie zu den diversen Baustellen. Zunächst konnte sie sich davon überzeugen, dass der Tumor in der Leber bereits deutlich bearbeitet wurde und an Größe eingebüßt hatte. Die „weißen Fresszellen“ waren sehr aktiv. Die Reise ging weiter zur Schulter, der dortige Tumor war ebenfalls in Bearbeitung. Der dortige Vorarbeiter berichtete aber, dass die Arbeit nicht so einfach sei, aber sie würden das schon machen. Die Patientin beschrieb den Vorarbeiter als ziemlich knurrigen Gesellen, der auch sofort wieder die Arbeit aufnahm. Die besichtigten Tumore an der Wirbelsäule dagegen bereiten wohl weniger Probleme. Die Patientin machte den Arbeitern nochmals deutlich, dass sie die Arbeiten nach Kräften unterstützen wird und auf alle Ressourcen zurückgegriffen werden darf. Die Arbeiter erklärten alles Notwendige zur Verfügung zu haben um die Arbeiten erfolgreich abschließen zu können. Der Heilungsprozess wurde gestärkt und dauerhaft verankert.

Die lebensbestimmende Todesangst der Patientin soll auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Dass diese, bei der Ausgangsdiagnose, nicht vollkommen unberechtigt daherkommt ist akzeptiert. Zunächst sollte sich die Patientin als außenstehende Person, um keine wirkliche Angst zu produzieren, weitestgehend emotionslos ansehen, was passiert, wenn die Todesangst auftritt. Sie sollte dann visualisieren, wie diese Angstsituation so reduziert wird, dass sie ein erträgliches Maß annimmt, dass sie für die Patientin händelbar ist. Es wurde dann zunächst ein Prozess eingeleitet, der die soeben erlebte Vorstellung real werden lässt. Zusätzlich fand ein Dialog mit der „Angst“ statt. Intuitiv übernahm ich den Part der Angst. Die Patientin war wütend auf die Angst und sagte „ verpiss dich endlich“ , worauf die „Angst erwiderte „ he, ich bin ganz zu Recht da“. „Nein“, so die Patientin. „Doch, hast du dir Mal deinen letzten Arztbericht angesehen?“, so die Angst. „Du machst mich kaputt“ (P.) „Nein, ich passe auf dich auf“ (Angst)… Nach emotionaler Diskussion, bei der auch Tränen flossen, wurde ein Kompromiss gefunden. Wann immer die Angst, die eine gewisse Berechtigung hat, zu stark auftritt, so darf die Patientin sie in die Schranken weisen, sie so reduzieren, dass die Lebensqualität erhalten bleibt. Patientin und Angst sind nun keine Gegener mehr sondern bilden ein Team. Die Angst darf die wichtige Aufgabe weiterhin erfüllen dafür zu sorgen, dass die Patientin notwendige Vorsicht und Behandlung walten lässt, gleichzeitig aber nicht von der Angst völlig vereinnahmt wird.

Im Unterbewusstsein wurde verankert, dass die Patientin alles zulassen, einfordern und unternehmen wird, was ihr guttut und die Heilung und Wohlbefinden fördert. Dagegen wird sie allem eine Absage erteilen, was ihr nicht guttut, die Heilung behindert oder das Wohlbefinden negativ massiv beeinflusst.

 

Ausleitung

Alle Inhalte wurden wiederholt, vertieft und auf Dauer verankert. Alle Körperfunktionen nebst Selbstheilungskräfte optimiert und Zuversicht gepaart mit Aufbruchsstimmung verankert.

Nach der Hypnose

Die Patientin war gut gelaunt, fühlte sich gut und wird hier aus ihrer Sicht berichten.

Behandler am 10.9.15 19:28

Letzte Einträge: Sitzungs Bericht 1, Selbsthypnosetrigger, 3. Sitzung, Zwischenstand, 4.Sitzung, Wie fühlt sich die Hypnose an

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Wilma (14.9.15 13:40)
Ich wünsche euch beiden von Herzen Erfolg. Dirk ist spitzenklasse, er hat mich nach meinem Schlaganfall wieder zu einem Menschen werden lassen. Viel Viel Glück

Eure Wilma

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